In den letzten Jahren hat der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten bei den über 50jährigen deutlich zugenommen. Die Ursachen für diese Entwicklung sind sehr vielfältig und dürften in erster Linie mit dem Nachrücken der geburtenstarken Jahrgänge in die Altersgruppe über 50 und mit einer steigenden Erwerbstätigkeit von Frauen zu tun haben. Ältere Erwerbstätige sind aber nicht in allen Branchen gleich stark vertreten. Wie aktuelle Studien zeigen, gibt es hier zum Teil gravierende Unterschiede.

Höher Qualifizierte bleiben häufig länger berufstätig

Vor allem bei denjenigen Personen, die über einen Hoch- oder Fachschulabschluss verfügen, weist der Grad der Berufstätigkeit bei den über 50jährigen kaum Unterschiede zur jüngeren Generation auf. Darüber hinaus ist hier auch eine gewisse Konstanz in den Berufsbiographien erkennbar. Nicht selten bleiben Akademiker von der Jugend bis ins hohe Alter durchgehend berufstätig. Dies dürfte sicher auch damit zu tun haben, dass ihre Arbeit meist weniger anstrengend ist als geringer qualifizierte Tätigkeiten und deshalb auch länger ausgeübt werden kann.

Branchenspezifische Unterschiede

Nicht nur bezüglich der Qualifikation, sondern auch bezüglich der einzelnen Branchen gibt es sehr große Unterschiede bei den Beschäftigungszahlen der über 50jährigen. In der öffentlichen Verwaltung, im Bergbau, in der Energie- und Abwasserwirtschaft oder in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft sind ältere Arbeitnehmer fast immer überrepräsentiert. Weniger stark vertreten sind sie hingegen im Gastgewerbe und in der IT Branche.

Trotz der Tatsache, dass sich die Zahl der über 50jährigen, die einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen, in den letzten Jahren deutlich erhöht hat, muss festgehalten werden, dass ihr Anteil an der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung nur rund ein Viertel beträgt. Hier bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten. Dies ist vor allem auch deshalb sehr wichtig, weil in Deutschland schrittweise die Rente mit 67 eingeführt werden soll. In diesem Zusammenhang stellt sich immer wieder die Frage, ob es später auch genügend Arbeitsplätze für Personen über 60 oder gar über 65 geben wird.

Autor: Tobias Zimmermann
Bildquelle: welt.de
Kategorieen: News

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